
Förderverein unterstützt mit 12 neuen Schulmikroskopen
19. März 2026
Erfolgreiche Jungstudierende am Rhein-Sieg-Gymnasium überzeugen an der H-BRS
8. April 2026Die Lernwochen 21 und 22 standen für einige Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 12 des Rhein-Sieg-Gymnasium im Zeichen der Neurobiologie. Unter dem Titel „Spezialwochen Neurobiologie“ konnten sie im Rahmen einer Intensivphase zwei besondere Angebote wahrnehmen, die spannende Einblicke in aktuelle Forschung ermöglichten und deutlich über das hinausgingen, was im regulären Unterricht geleistet werden kann.
Den Auftakt bildete eine Exkursion in das Schülerlabor des Max-Planck-Institut für Neurobiologie des Verhaltens – caesar in Bonn. Dort erhielten die Schülerinnen und Schüler zunächst einen Überblick über die vielfältigen Forschungsbereiche des Instituts. Besonders spannend wurde es anschließend im Labor: In praktischen Experimenten untersuchten sie die Sensorik und das Verhalten des Fadenwurms Caenorhabditis elegans, eines klassischen Modellorganismus der biologischen Forschung. So konnten die Teilnehmenden selbst erleben, wie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler experimentell arbeiten und welche Methoden in der modernen Neurobiologie zum Einsatz kommen.
Der zweite Baustein der Intensivwoche war ein Gastvortrag im Rahmen des Formats „MINTalk“. Zu Gast war Dr. Joachim Mogdans vom Institut für Zoologie der Universität Bonn. Der Wissenschaftler berichtete zunächst von seiner eigenen wissenschaftlichen Laufbahn und gab den Schülerinnen und Schülern einen authentischen Einblick in das Arbeiten und Forschen an der Universität. Im Zentrum seines anschaulichen und unterhaltsamen Vortrags stand das Thema „Lernen und Gedächtnis“. Dabei erklärte Dr. Mogdans verständlich die neuronalen Prozesse, die beim Lernen und bei der Gedächtnisbildung ablaufen – und lockerte seinen Vortrag immer wieder durch kleine Experimente zum Lernverhalten auf, bei denen auch das Publikum aktiv mitdenken und mitmachen konnte.
Die Spezialwochen Neurobiologie zeigten eindrucksvoll, wie wertvoll solche zusätzlichen Lernangebote für die schulische Bildung sind. Sie ermöglichen es den Schülerinnen und Schülern, wissenschaftliche Fragestellungen und Methoden aus erster Hand kennenzulernen und vertiefende Einblicke in aktuelle Forschung zu gewinnen. Gleichzeitig tragen Kooperationen mit Forschungseinrichtungen und Universitäten wesentlich dazu bei, starke Bildungsnetzwerke im MINT-Bereich aufzubauen – ein Gewinn sowohl für die Schule als auch für die Lernenden, deren fachlicher Horizont dadurch nachhaltig erweitert wird.




